
Der VGA Standard von 1987 hat die Grafik auf dem PC Revolutioniert: 256 Farben aus einer Auswahl von 262.144 Farben bei einer Auflösung von 320*200 Bildpunkten war zu der Zeit wesentlich mehr als andere Computer konnten.
1991 hat sich VGA auf dem PC Markt durchgesetzt – und es gab sehr viele Anbieter von kompatiblen Grafikkarten.
Einer dieser Anbieter ist ATI, heute Teil von AMD welcher schon früh kompatible Grafikkarten hergestellt hat. 1991 kam die hier zu sehende ATI VGA Wonder XL heraus. Das herausragendste Merkmal: Sie konnte bis zu 32.768 Farben gleichzeitig darstellen – und das bei einer Auflösung von 640*480 Bildpunkte. Wer nun denkt: Uiii, das sollte eine tolle Grafik bei spielen bringen – dem war nicht so.
Es gab dafür keinen Standard, außer man hatte Spiele, welche unter Windows liefen und mehr Farben unterstützt haben. Mir ist da kein Spiel bekannt. Vielleicht kennt hier ja jemand so etwas?
Deswegen war VGA bis 1995 im DOS Bereich mit 256 Farben noch immer das, was man unterstützt hat. Dazu gab es auch den VESA Standard, welcher VGA erweitert hat und unter DOS auch höhere Auflösungen bei Nutzung verschiedener Grafikkarten unterstützt hat. Oft musste dafür aber ein Treiber geladen werden – den gab 1991 noch nicht. Für diese Karte hat ATI aber spätestens 1993 den Treiber geliefert. An den konnte man zu der Zeit aber kaum rankommen.
Was man aber als Spieler mit der Karte gut nutzen konnte: sie hatte auch einen Mausanschluß. Heute eine Selbstverständlichkeit – 1991 noch nicht. Zu der Zeit gab es verschiedene Arten von Mausanschlüssen, von proprietär, über PS2 bis hin zur sehr alten Seriellen Schnittstelle.












