Beim RCF in Paderborn habe ich einen Schneider CPC 6128 eingetauscht gegen einen Sinclair ZX Spectrum +2 – einen Rechner welcher mir noch in der Sammlung gefehlt hat. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Version des Sinclair ZX Spectrum, einem vor allem in England sehr erfolgreichem Computers. Es dürfte auch der Rechner sein der den meisten RAM hat für einen Computer mit eingebautem Kassettenlaufwerk: 128 KBit sind da eine Menge! Auch hat dieser Rechner nun einen eigenen Soundchip verbaut – den gleichen wie auch der Schneider/Amstrad CPC hat. Und das kommt nicht von ungefähr: Amstrad hat kurz vor der Veröffentlichung dieses Rechners die Firma Sinclair sehr günstig aufgekauft und das Produktportfolio gleich erweitert. Und mit diesem Soundchip hatte man schon gute Erfahrungen sammeln können. Auch das Design erinnert sehr an den Schneider CPC 464 – Grund ist da auch sicherlich klar. Noch bin ich nicht zum testen gekommen, aber TRAZ wartet noch … 😉
Kurz vor Weihnachten kam ein C64 Ultimate bei mir an: hatte nicht damit gerechnet so schnell einen zu bekommen! Eigentlich habe ich ja genügend Original C64er, aber der Ultimate hat eine sehr gute Floppyemulation – der Hauptgrund für den Kauf. Ich habe ihn auch gleich getestet. Wenn man Infos über den C64 Ultimate sucht, dann findet man ja genügend im Internet – da mag ich nicht viel drüber schreiben. Außer das es keine Emulation ist wie beim C64 Mini, sondern das das System in einem FPGA eins zu eins nachgebaut ist – mit Verbesserungen. Und ich brauche ein zuverlässiges System für das was ich vor habe. Aber darüber werde ich irgendwann noch etwas schreiben …
Kurz vor Weihnachten habe ich diesen schönen Akustikkoppler bekommen. Ein Akustikkoppler ist ein Gerät mit dem man in den 70ern und 80ern den Computer von zu Hause mit einem Netzwerk oder anderem Rechner verbinden konnte – heute also etwas wie ein DSL Router. Einen direkten Anschluss an das Telefonnetz war in den 80ern nicht erlaubt, dank des Bundespostmonopols, welches erst in den 90ern abgeschafft wurde. Deswegen musste man auf diesen Behelf ausweichen auf den man ein Telefonhörer steckte. Daten werden in Töne gewandelt und damit verschickt. Diese Töne werden an der Gegenseite wieder zurück gewandelt und verarbeitet. Die Geschwindigkeit war nicht groß, 300-600 Baud, was fast gleichbedeutend ist mit 300-600 Bit’s pro Sekunde oder 30-75 Zeichen pro Sekunde. Und das ist nicht wirklich viel, damit kann man gerade so halbwegs reinen Text übertragen. Sehr interessant an diesem Gerät von 1985 finde ich die Möglichkeit auch BTX nutzen zu können. Da bekommt man schon 150 Zeichen pro Sekunde, konnte aber nicht einmal 10 Zeichen in der Zeit schicken. Man konnte dieses Gerät auch mit einer Batterie betreiben – also auch in einer Telefonzelle.
Im letztem Jahr habe ich eine Single bekommen welche ich schon sehr lange gesucht hatte. Camouflage von Chris Sievey. Ich kannte die Single nicht aus meiner Jugend, Chris Sievey sagte mir auch nichts, aaaaber unten rechts in der Ecke steht der Grund für den Kauf: 3 ZX81 Programme auf Vinyl! Angeschaut habe ich es mir noch nicht, aber es ist eine der ersten kommerziellen Vinyl Datenträger mit Software.
Für meinen Schneider CPC 464 hatte ich nicht viel Software. Ich kannte auch kaum jemanden der auch solch einen Rechner hatte. Deswegen gab es für mich zur Softwarebeschaffung nur die Möglichkeiten des selber kaufen – bei wenig Taschengeld ein echtes Problem – des selber schreiben oder des abtippen aus Zeitschriften. Gerade die Programmierung von Grafik hat mich sehr interessiert. Jedoch konnte ich da nur was in Basic machen. Zum Glück bietet das Schneider CPC Basic viele Befehle und ist sehr mächtig! Und dazu wurden viele Befehle aus dem Grafikbereich in der Anleitung sehr gut erklärt. So konnte ich schon 1985 mit Sinus und Cosinus Kreise und Ellipsen zeichnen. Ein Circle-Befehl gab es nicht – aber dadurch habe ich die trigonometrischen Funktionen in einer anderen Art und Weise gelernt – die ich selber auch heute noch viel verständlicher finde! Warum nicht den Einheitskreis nehmen? Mal schauen, wann meine Tochter es in der Schule hat.
Ich bin alle Grafikbefehle durchgegangen welche im Handbuch des CPCs erwähnt sind und wusste vom C64, dass anderes nur mit „Peek und Poke“ geht.
Und dann sah ich in einer Zeitschrift einen Missile Command Clone zum abtippen! Ein Spiel, welches ich vom Atari VCS her sehr mochte. Und as auf meinem CPC – und auch nicht zu viel zum schreiben. Aber ein paar Stunden sass ich dann doch dran!
Während des schreibens habe ich nicht sehr viel vom Programm verstanden. So gut waren meine Programmierkenntnisse noch nicht. Aber die Grafikbefehle habe ich sofort erkannt und analysiert. Leider habe ich wohl mehrere Tippfehler gemacht und das Programm hat nicht funktioniert. Jedoch hat es Grafiken angezeigt welche ich im Listing nicht erkannt habe! DAS war was komplett neues – und ich habe es zuerst nicht verstanden. Also nochmal das Listing anschauen. Und dann habe ich herausgefunden, wie die Grafiken erzeugt wurden: mit einem umdefinieren des Zeichensatzes! Und das mit dem Basic-Befehl Symbol, welches mir vorab vollkommen unbekannt war. Lider verstand ich zu diesem Zeitpunkt nicht wie die Zeichen sinnvoll definiert werden konnten. Binärsystem war mir noch Fremd. So konnte ich nur probieren um herauszufinden was passiert. Aber das war mir alles vollkommen unklar.
Auf der Kassette, die dem CPC als Demo beilag, war auch ein Programm dabei mit dem man 8*8 Grafiken erstellen konnte. 8*8 – die Größe eines Zeichens. Leider war das Programm, wie die anderen auf der Kassette, Listinggeschützt. Das ging indem man das Basic-Programm mit save“name“,p (XXX Nachschauen) gespeichert hat. Ein einfacher aber nicht effektiver Schutz. In einer Zeitschrift sah ich ein kurzes Listing zum umgehen dieses Schutzes. Das habe ich dann auch bei allen Demos angewendet. Und bei diesem 8*8 Editor festgestellt das der die Werte für den Symbol Befehl der Zeichen berechnet. Nun habe ich das Programm etwas abgeändert, so dass ich die Werte selber sehen konnte. Heute frage ich mich: WARUM konnte man das nicht schon damals – es wäre ein tolles einfaches Tool gewesen, welches sie gleich mitgeliefert hätten. Das hätte sicherlich nicht nur mir viel gebracht. Auch die Beispielprogramme wären für Anfänger sicherlich gute Beispiele gewesen. Warum muss man sie schützen – wenn sie jeder Besitzer bekommt?
War das eigentlich eine Sache der Firma Schneider, welche die Amstrad CPCs in Deutschland vertrieben haben, oder etwas direkt von Amstrad?
Bücher über die Geschichte des Schneider CPCs kenne ich, leider, keine. Nur welche über Amstrad, in denen Schneider nur Randnotizen sind ….
Schon 2024 habe ich ein neues System bekommen. Ein System, was ich bis dahin nicht kannte, ein Rechner der Southwest Technical Products Corporation, einer Firma, die ich auch nicht kannte. Dabei ist es eine Firma welche schon früh, November 1975, Computer mit Microprozessoren auf den Markt gebracht hat. Im selben Jahr wurde auch der Altair 8800 heraus gebracht und der IMSAI 8080 kam sogar erst im Oktober des selben Jahres auf den Markt. Zuerst kam der Rechner mit einer Motorola 6800 CPU heraus, später wurde diese durch den 6809 ersetzt. Mein Model hat letztere CPU. Leider kann ich noch nicht viel über den Rechner sagen, man findet meistens nur etwas über den Vorgänger in einem anderem Gehäuse. Das ist auch einer der Gründe, warum ich über diesen Rechner und wie er zu mir gekommen ist, noch nichts geschrieben habe. Dabei liegt es mir eigentlich sehr am Herzen, den die Begegnung war mehr als nur etwas bewegend … Ich habe 2024 eine E-Mail bekommen das jemand solch einen Rechner abgeben möchte, er liege im Sterben. Ich konnte aber kaum Zeit finden ihn abzuholen: mit Familie geht die Planung nicht immer sehr einfach, und Hamburg ist nicht um die Ecke. Aber an einem Tag ging es, morgens losfahren und Abends wieder zurück. Ich wusste nicht was mich erwartet. In Hamburg angekommen habe ich den Ort gleich gut gefunden. Vor Ort gab es eine tolle Unterhaltung mit der Familie, alles war sehr schön. Auch habe ich mich viel mit dem spender unterhalten, schade nur, das ich mich mit dem 6809 so wenig auskenne. Aber man kann ja nicht alles wissen. Er hat viel mit dem Rechner gemacht und auch Soft- und Hardware entwickelt. Selber war er Bettlägrig, konnte also im Haus nicht rumgehen. Ein Freund hat mir aber alles gezeigt und auch Rücksprache gehalten. Es war dabei die Rede von einem SWTPC, insgesamt haben wir aber gleich drei Geräte gefunden! Da hoffe ich das man da bald etwas lauffähiges sieht 🙂
Wir konnten uns auch weiter nett unterhalten, über Geschichten und Anekdoten! Es war einfach faszinierend, wir haben uns gleich verstanden! Aber auch andere interessante Dinge konnte ich mitnehmen. Und viele Disketten und Literatur. Mein Auto war voll, zu Hause musste ich erstmal alles halbwegs verstauen. Und dann ging es langsam an das Sortieren. Es waren auch viele Atari Sachen dabei, unter anderem eine schon erwähnte Beschleunigerkarte, oder der Flugsimulator Air Warrior.
Aber die wichtigste Spende, die SWTPC Rechner, habe ich noch nicht beschrieben – weil mir da noch immer Informationen fehlen. In der Woche habe ich immer wieder versucht mit dem Spender Kontakt per Threema aufzunehmen – das war unser bevorzugter Weg des Kontaktes. Aber es gab keine Antwort. Nach etwas über einer Woche habe ich seine Frau erreicht, die mir leider mitteilen musste, das ihr Mann verstorben ist. Das er aber davor noch einen Tag voller Freude gehabt hat.
Hach, komme erst jetzt dazu etwas über das zweite Wichtelpaket, nachdem ich ja schon etwas über das erste erzählt habe, zu schreiben. Es ist gerade wieder viel los. Das eigentlich Paket war aber auch schon super verpackt! Vor dem Auspacken wurde auch schon versucht zu erraten was der Inhalt ist. Klappte nur halbwegs. 😉 Eine schöne Gameboytasse erblickte uns zuerst, danach eine Brille mit dem Schriftzug „Game Over“ – wenn ich sie aufsetze, werde ich auch so sein wenn ich damit rumgehe. Dazu eine Retro Gamer, ein Rasterblock zum Raumpixeln und ein Druckerbuch von Data Becker – sagte ich schon mal das ich Drucker hasse 😉 Choplifter als Modul, COOL!! Das habe ich noch nicht und sieht richtig toll aus 🙂 Habe es auch schon angespielt! Eine CD, drei Leergehäuse für Steckmodule ( kommt auch was rein), zwei Aufkleber und noch nicht gegessenes süßes runden alles ab
Mit der Hercules 3D Prophet 4000XT könnte man fast meinen das der Hersteller im Jahr 2000 einen riesen Wurf gemacht hat. Eine leistungsstarke Grafikkarte zu einem sehr günstigen Preis – mit einer Innovativen Technik die weniger schnelles RAM braucht und dadurch einen zusätzlichen Preisvorteil hat. Die Technik braucht keinen Z-Buffer, welcher alle großen Grafikkarten der Zeit genutzt hat. Und welche schnellen RAM benötigt. Jedoch hat die Karte damals gleich zwei große Probleme gehabt: 1. Die Treiber sind nicht sehr gut gewesen 2. Nvidia hat zu der Zeit Texture&Lightning eingeführt Und gerade letzteres konnte die Karte nicht, auch nicht technisch umsetzen, genau so wie 3dfx, welche dann von Nvidia aufgekauft wurde. Die Technik der Prophet ist aber schon wesentlich älter, sie wurde zum Beispiel schon in der Matrox m3d Power VR eingesetzt, später auch im Apple IPhone.
Ich habe ein unter Linux eine Datei entpackt. Da es auf die schnelle gehen sollte hab ich es in der Shell, also der Konsole gemacht. Ein Weg, den ich gerne gehe, da es schnell geht, aber auch etwas komplexer bzw fehleranfälliger ist. Es ist eine Datei vom Format .7z, welches ich nicht so kenne. Deswegen habe ich es vom Homeverzeichnis mit 7z -e Datei entpackt. Welch FEHLER. Über 1.200.000 Dateien und über 70.000 Verzeichnisse im Homeverzeichnis! Unsortiert und ohne Erstellungsdatum. So eine Bescheidenheit! Nun musste ich iiirgendwie die Dateien finden und löschen ohne die wichtigen Dateien zu erwischen. Mal schauen OB es geklappt hat ….
2025 war wieder ein Jahr mit mehreren Veranstaltungen, dabei zwei welche ich innerhalb einer Woche vorbereitet habe.Und die Nachbereitung ist noch immer in Arbeit – von beiden Ausstellungen. Im März 2025 war ich bei dem Retro Computer Treffen in Hannover. Dort habe ich mich viel mit SymbOS 4.0 beschäftigt – und noch immer keinen Artikel über das tolle System geschrieben! In diesem Jahr weiß ich noch nicht ob ich es im Februar wieder schaffen werde.
Sehr kurzfristig habe ich mich doch noch bei einer Veranstaltung über die 250 Jahrfeier der TU Clausthal beteiligt. Eigentlich wollte ich was anderes machen, aber das ist ein anderes Thema. Die Vorbereitung war nicht einmal eine Woche – weswegen auch nicht alles so geklappt hat wie erhofft. Aber es war einfach toll!
Und schwupp ist August und der zweite Besuch beim Retro Computer Treffen in Hannover kam. Dort habe ich mich sehr viel mit einer Person unterhalten – und es war sehr gut!
Zur Classic Computing in Hof schaffte ich es leider selbst nicht – aber ein Freund hat mir ein paar tolle Eindrücke geschickt. In diesem Jahr möchte ich aber zur CC nach Celle! Hoffe das es klappt. Aber ich weiß noch nicht wie viel ich mitnehmen werde, oder was.
Dafür habe ich mich auf das Retro Computer Festival im HNF in Paderborn konzentriert – eine echt TOLLE Veranstaltung! Und bei der ich es bedauer das sie in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Es ist einfach DAS Highlight 2025 für mich gewesen – zumindest bei dem ich aktiv bei einer Ausstellung mitgemacht habe. Zwar hat mein Photo-Wettbewerb nicht so gefruchtet wie erwartet, aber das ist nicht so schlimm. Hatte ebend zu viele Exoten dabei.
Direkt nach dem Besuch im HNF ging es weiter in die Niederlande in das Heimcomputermuseum in Helmond. Ein Besuch den ich sehr empfehlen kann – man sollte aber eine Führung buchen!
Sehr kurzfristig habe ich in Goslar eine Ausstellung in der Kaiserpassage aufbauen können! Leider konnte ich nur selten vor Ort sein um Führungen geben zu können – etwas, was gebraucht wird. Dazu gab es zum Jahresende auch einen Vortrag vor Ort. Leider habe ich, bis jetzt, noch kaum Kommentare zur Ausstellung bekommen. Die Ausstellung war aber innerlich ein großer Erfolg – alles passte, es sah toll aus! Mein Fazit: Hätte ich doch mehr Zeit und Geld, dann könnte ich etwas großes aufziehen. Eine dauerhafte Ausstellung wäre echt ein TRAUM! Und sie könnte ähnlich aussehen wie die Ausstellung in Goslar – nur mit wesentlich öfters wechselnden Teilausstellungen….
Wenn an so etwas Interesse besteht: einfach MELDEN! Vielleicht auch bei den Städten Goslar und Clausthal-Zellerfeld.