Zeitloses Editorial: CT Juli 1987

„Als vor ein paar Jahren mit de. Aufkommen der grafischen Bedienoberflächen die Mär von bedienungsfreundlichen, ja geradezu selbsterklärenden Computer erfunden wurde, da bekamen wir im ersten Moment einen Schreck: Wozu würde man uns noch brauchen, Computermagazine wie c’t und Co, die mit Know-how handeln, wenn jeder Anwender gleich alles von selbst versteht?“

Heute ist die Bedienung der Rechner wesentlich einfacher geworden – Kinder nehmen die heutigen Bedienformen „ins Blut“ auf. Jedoch kann heutige Software dermaßen viel, dass es doch wieder komplex und erklärungsbedürftig ist. Man muss sich nur mal Serienbriefe anschauen. Nun aber weiter im Editorial.

„Aber Sie, die Hersteller, haben uns nicht im Stich gelassen. Sie haben die Betriebssysteme so kompliziert gemacht, dass kein Mensch sie auf Anhieb begreift und erst recht keiner, schon gar nicht der Computer selbst, sie jemanden mal eben so erklären kann. Sie haben ein paar höchst interessante kleine Fehler dringelassen. Und, last but not least, tun Sie trotzdem so, als entspräche das Märchen der Wahrheit, und liefern keine Manuals mehr mit, jedenfalls keine richtigen.

Da kann man schon fast sagen das zu der Zeit noch „halbwegs brauchbare“ Anleitungen mitgeliefert wurden. Wenn ich da an die dicke Anleitung meines Autos denke, welches wohl nicht zu mein Auto passt, aber zumindest noch inhalt hat, dann denke ich: wie bei Computer der 90er. Der Akkurasenmäher jedoch – da gibt es in 100 Sprachen Sichetheitshinweise. Wie man den Akku einbaut und wozu ein rotes Teil ist, welches mitgeliefert wird, da ist und genutzt wird – das darf man selbst erforschen ….

Das Editorial geht auch noch interessant weiter – und bleibt größtenteils aktuell.

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