Mein Bericht über die CC 2022 in Lingen

Ich bin von Freitag Abend bis Sonntag morgens in Lingen auf der CC gewesen. Erstmal: VIELEN DANK an das Orga-Team für die Veranstaltung!

Lingen ist zwar in Niedersachsen, aber genau auf der anderen Seite – 4 Stunden sollte man für die Fahrt einplanen. Das war auch einer der Gründe für die frühe Rückfahrt am Sonntag. Nun aber zum eigentlichem Thema. Man konnte auf der CC viele lauffähige Systeme sehen und mit Experten darüber reden. Es wurde auf der Repa-Ecke auch Hardware repariert – was naturgemäss nicht immer klappte, aber ein toller Service ist! Selbst habe ich aber nichts mit hingenimmen zum reparieren – auch habe ich dieses mal nichts ausgestellt.

Hallenüberblick
DP8P

Ein echtes Highlight war für mich die offene PDP8|M , hergestellt ab 1972, vom Oldenburger Computermusseum, welche offen lauffähig presentiert wurde. Ich habe auch eine Schachpartie gegen sie gespielt welche eine lange Zeit sehr ausgeglichen war. Nachdem ich einen, aus meiner Sicht, Fehlzug gemacht habe, hat das Programm einen noch gröberen Schnitzer gespielt, wodurch ich mehrere Figuren gewinnen konnte und mehrere Mattdrohungen hatte. Eine dieser Drohungen hat das Programm versucht mit einem Damenopfer zu umgehen. Diese Dame ‚tauchte‘ dann aber plötzlich wieder im Spiel auf – entweder eine Fehlbedienung oder ein Soft/Hardware Fehler, was bei dem Alter der HW nicht auszuschliessen ist. Es war aber eine starke Partie dieses alten Gerätes, stärker als die ersten Schachcomputer, die auch ausgestellt wurden.

Es gab einen großen HP und WANG Bereich, auf dem viele Tolle Rechner lauffähig waren – darunter eine WANG 700 (Link geht zur ähnlichen Wang 600), welche ich auch beide hier habe. Das ROM dieser Maschinen ist ein sogenannteds FädelROM, welches einzelne Drähte an bestimmte Pins bedeutet und per Hand hergestellt wurden. Ein Hingucker beim HP Stand war natürlich der Plotter, der so langsam vor sich hin Bilder gezeichnet hat.

WANG Systeme
Hewlett-Packard-Straße

Dieses mal haben mehrere Aussteller sich dem Thema „Mobilität in den 80ern“ gewidmet. So konnte man sich mit Sharp, Epson, Toshiba, Tandy, Canon und anderen „Pocket-Computers“ auseinandersetzen. Auch konnte man das Problem des „Ausbluten“ des Displays sehen – das Teile davon langsam schwarz werden. Ein weiterer sehr stark vertretender Bereich war der der Lehrncomputer und Systeme. So waren der KIM, AIM 65 und viele weitere zu sehen und zu testen. Auch waren mehrere Fischer-Technik Systeme vor Ort. Den Schullernrechner der Firma PHYWE hätte ich gerne auch hier, aber der bleibt wohl ein Traum …

PHYWE
Verschiedene „Taschen-Computer“
Fischer Technik mit einem WANG Rechner zur Ansteuerung

Am Samstag habe ich den Vortrag von mir gehalten – und dabei auch etwas überzogen. Zum Glück kam niemand nach mir dran. Es hätten mehr Besucher sein können – es kam aber auch niemand zu mir um zu sagen das er wegen der Webseite zu dem Vortrag kam. Nun muss ich mir die Aufnahmen zum Vortrag anschauen ob sie was geworden sind und ggf veröffentlicht werden. Insgesammt war ich aber mit dem Vortrag zufrieden. Danach kam ein Sammler aus der Schweiz zu mir, den ich nicht kannte. Er kannte extrem viel und konnte mit fast allen meiner Systemen etwas anfangen und sagte doch, das er wieder neues erfahren hat. Mal schauen ob er sich noch bei mir meldet *Gruß*

Schön war auch eine große Festplatte lauffähig zu sehen. Von der wollte man die Daten retten! Es hat auch jemand eine ganze Eisenbahn mit zur CC gebracht um dort die Steuerung mit dem C64 zu zeigen. Leider klappte das am Samstag nicht.

Eisenbahnsteuerung mit dem C64

Es war eine schöne Veranstaltung, auch wenn ich so einiges vermisst habe. So war nicht EIN Schneider CPC zu sehen. An einen MSX Rechner kann ich mich auch nicht erinnern. Auch meine ich keinen Commodore VC20 gesehen zu haben – und nur einen Atari 800XL in der Spieleecke. Sehr schön war dafür das jemand eine Datenverbindung zwischen einem Tandy TRS80 und einem Triumpf Adler PC über Akustikkoppler aufgebaut hat. Eigentlich wollte ich das noch aufnehmen, doch da fehlte doch noch die Zeit ….

Aber allein, das mal ein TA PC vor Ort ist, ist schon etwas besonderes 😉

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1 Antwort zu Mein Bericht über die CC 2022 in Lingen

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